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		<title>DLD DigitalLifeDesign.net - Think!</title>
		<link>http://www.digitallifedesign.net/</link>
		<description>...Think global act digital!</description>
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			<title>DLD DigitalLifeDesign.net - Think!</title>
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		<lastBuildDate>Sat, 03 Nov 2007 19:10:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Dies ist Webseite wie viele andere...</title>
			<link>http://www.digitallifedesign.net/news/news/article//dies-ist-webseite-wie-viele-andere/</link>
			<description>Hier war lange nichts neues mehr. Warum? Keine Lust mehr? Oder einfach zu viel zu tun? Worüber soll...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Aber warum bloggen? Das ist doch bloß gefühlte Macht. Sagen Mediensoziologen. Millionen User schreiben tagein tagaus etwas ins Netz, doch nur der stete Tropfen höhlt den Stein. Oder aber das tiefe Dekolleté, das mir die Werbebotschaft mitteilt. Meistens etwas, das ich kaufen soll. Und dennoch können wir es versuchen, die Welt aus dem kleinen heraus zu verändern. Aber die Wissenschaft schreibt uns dazu nicht die größten Erfolgsaussichten zu. Wäre ja auch verrückt, wenn jetzt plötzlich jeder Einfluss ausüben könnte. Das Gefühl von Macht könnte sich leicht auf das Selbstbewusstsein übertragen, und dann träten Wirkungsmechanismen in Form einer self-fulfilling prophecy auf. Umgekehrt ist der Glaube an die Objektivität und Macht der etablierten Medien ja auch die Ursache für deren Wirksamkeit. Letztendlich ist also mal wieder nur das wahr, was für wahr gehalten wird. Und das ist die wahre Herausforderung für die Bloggerszene.</p>]]></content:encoded>
			<category>Kurz-News</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 03 Nov 2007 19:10:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Piggeldy oder Frederick?</title>
			<link>http://www.digitallifedesign.net/news/news/article//piggeldy-oder-frederick/</link>
			<description>Wer hat wen mehr beeinflusst? Der Große den Kleinen oder der Kleine den Großen? Es muss nicht mehr...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Der Versuch einer Annäherung: The Body Shop und L'Oréal</h3>
<p class="bodytext">L'Oréal, der jahrelange Inbegriff von Profitgier und schlechtem Image - ob dies berechtigt ist sei dahingestellt - kauft <em>DIE</em> vorbildliche Kosmetikfirma weltweit: The Bodyshop. Die Kritiker wie beispielsweise die Tierschützer von naturewatch.org rufen zum Boykott auf. Die Befürworter sagen es sei ein Erfolg, dass The Body Shop nun vielleicht endlich einen Einfluss auf die ganz Großen haben könne. Was soll man da glauben?</p>
<h3>Glauben...</h3>
<p class="bodytext">...darum gehts bei dieser Sache nämlich. Oder unbelasteter ausgedrückt vielleicht: das Weltbild. Es ist reine Überzeugungssache, ob man die Übernahme aus Sicht der <em>Weltverbesserer</em> als Erfolg oder als Misserfolg wertet. Oder aus Sicht der Wissenschaft: weder das eine noch das andere ist eindeutig wahr. Doch dabei wären wir wieder am Punkt der Ganzheitlichen Logik, die uns im &quot;Westen&quot; immer wieder schwer fällt. Etwas als kalt und warm zu erkennen, als richtig und falsch, das bringt unser Gehirn zum Durchdrehen, das will einem nicht einleuchten.</p>
<h3>Ist Karl Marx überholt?</h3>
<p class="bodytext">Setzt diese These die Wirkungslogik von Systemen sozialer Ungleichheit ausser Kraft? Nein, keineswegs. Im Gegenteil, auch wenn eine Veränderung von Unten (Bottom-Up) gleiche Chancen hat wie die Beeinflussung von Oben (Top-Down), kann dennoch das Machtverhältnis eine Rolle spielen. Im Beispiel handelt es sich bei The Body Shop schließlich nicht um irgendein unbedeutendes Unternehmen. Gerade das Image dieser Marke ist so wertvoll. L'Oréal S.A., denen unabhängig ihrer Unternehmenspolitik das Bild der Kosmetikfirma mit Tierversuchen anhängt, wird sich vermutlich einen Vorteil aus einer Übernahme der tiergerechten Unternehmensgrundsätzen der neuen Sparte versprechen. Vielleicht kann man approximativ sagen, dass je schwächer der große und je stärker der kleine Beziehungspartner - denn es geht hier ja um soziale Beziehungen und Interaktion - ist, umso eher ist trotz einer gewissen Abhängigkeit die Bottom-Up-Beeinflussung möglich. Und im Sandmännchen-Beispiel: Piggeldy stellt die Fragen, er steht im Zentrum, er hakt nach bis Frederick ihm alles gezeigt hat, und dennoch folgt er ihm immer wieder abends nach Hause.<br /> </p>]]></content:encoded>
			<category>Sociologic</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 22 Jul 2007 13:15:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Möge die Macht mit Dir sein, Herr Schäuble!</title>
			<link>http://www.digitallifedesign.net/news/news/article//moege-die-macht-mit-dir-sein-herr-schaeuble/</link>
			<description>Stasi 2.0 - dieser Aufdruck begegnete mir heute morgen in der Unterführung zum ersten mal....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Vielleicht verfehlte Tötung, aber das ja doch nur, wenn der Schütze nicht gut trifft, so wie bei James Bond oder so. Aber in Deutschland gezielte Tötung von Terroristen grundgesetzlich verankert? Wir haben also die Todesstrafe abgeschafft, um dann heute unsere Verbrecher nicht mehr einfach willkürlich sondern gezielt zu töten? Ach so, das ist ja was ganz anderes, Herr Schäuble. Na dann bin ich ja beruhigt. A propos Ruhe, die hat nach einer solchen Neuregelung nur noch der Überwacher selbst, denn alle anderen könnten ja versehentlich gezielt getötet werden - und im Nachhinein kann man sich als Unschuldiger ja dann nicht mehr so gut wehren, so tot.</p>
<p class="bodytext">Nein nein, Herr Innenminister, so einfach geht das nicht. Als Opfer eines psychisch Kranken ist Ihr eigenes Schicksal zwar dramatisch, aber das rechtfertigt nicht, ein gründlich durchdachtes Rechtssystem auf den Kopf zu stellen, das ja eben durch die schlimmsten Erfahrungen des zweiten Weltkrieges so ist wie es ist. Vielleicht sollte man sogar gerade so betroffenen Menschen verbieten, ploitische Entscheidungen, die im Zusammenhang zu ihrem eigenen Schicksal zu treffen, um nicht versehentlich aus Rache zu handeln. Aber das ist ein anderes Thema.</p>
<p class="bodytext">Man kann nicht alles kontrollieren. Und das Böse bekämpft man nicht, indem man selbst böse wird. Das hat uns Star Wars bereits vor knapp 30 Jahren gelehrt: Beherrsche Deine Gefühle. Möge die Macht mit Dir sein, Wolfgang!</p>
<p class="bodytext"><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Netzverdichtung</category>
			
			<author>michael@digitallifedesign.net</author>
			<pubDate>Mon, 09 Jul 2007 12:39:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Störerhaftung bringt Partizipation zum Erliegen</title>
			<link>http://www.digitallifedesign.net/news/news/article//stoererhaftung-bringt-partizipation-zum-erliegen/</link>
			<description>Nach einem Urteil des Landgerichtes Hamburg sind Internetseiten-Betreiber dafür haftbar, was auf...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Wenn der virtuelle Blogger smart1906 real existierende Menschen beschimpft, gibt es kaum Möglichkeiten, diese Beschimpfungen wieder aus dem Netz zu beseitigen, geschweige denn den Schreiber haftbar zu machen. Dieses Problem wäre mit einer halbwegs eindeutigen Registrierungspflicht im Internet beseitigt. </p>
<p class="bodytext">Andererseits ist die Partizipation im Internet so weit fortgeschritten wie nie zuvor. Web 2.0, das ist neben jeder Menge Entertainment und Berieselung der üblichen Verdächtigen aus der Banner- und Marktforschungsszene auch die Offenheit für jeden, und das möglichst unkompliziert. Gefühlte Macht einerseits, andererseits die Chance ohne finanziellen Background Gehöhr zu finden.</p>
<p class="bodytext">Die Übertragung der Störerhaftung auf den Betreiber eines Forums bedeutet das Ende für unkomplizierte Kommunikation im Internet. Bei Registrierungen schrecken viele bereits wegen des Datenschutzes zurück, dass sie nach der Registrierung wieder stapelweise Werbemails erhalten. Ein Kommentar-System wie bei der Zeit oder Süddeutschen kann also in Zukunft nur noch mit starkem finanziellem Background möglich sein. Denn wo geklagt wird, da müssen gute Anwälte sein - und die besten sind dort, wo auch Kapital ist. Internet nun also auch eine Spielwiese für die Reichen und Mächtigen?</p>]]></content:encoded>
			<category>Netzverdichtung</category>
			
			<author>michael@digitallifedesign.net</author>
			<pubDate>Mon, 25 Jun 2007 20:29:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Digitalfotokultur</title>
			<link>http://www.digitallifedesign.net/news/news/article//digitalfotokultur/</link>
			<description>Knips knips, nicht gut, nochmal, und alles im Kasten, auch die Sigths? Dann schnell weiter zum...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">In Südfrankreich auf Bodyboard-Urlaub. Sport also, nix Kultur. Dass die Einheimischen das nicht so toll finden ist uns bewusst, denn wir interessieren uns ja nicht für ihre Kultur, sondern für das Meer, die Wellen, Diskotheken und Bars, kurz: Wein, Weib und Gesang. Ach ja, und den Sport wie gesagt.</p>
<p class="bodytext">Doch Sonntag beschlossen wir dann doch noch etwas Kultur mitzunehmen, quasi die Aquitaine im Schnelldurchlauf: Arcachon und die Dune du Pyla, Europas größte Düne. Und da ließ sich mal wieder ein ganz besonderes Phänomen beobachten, das scheinbar auch ein Teil des Digitallife Designs vieler Menschen geworden ist: die digitale Fotografie.</p>
<p class="bodytext">Eine digitale Kamera hat inzwischen jeder gute Tourist, meistens gibt es sogar mehrere pro Gruppe. Und dann steigen alle auf die Dune du Pyla und fotografieren mehrmals den Aufstieg: von unten von der Mitte, von oben; zurück runter, zur anderen Seite mit den Pinien, zur Meer-Seite und natürlich für die Liebsten zu Hause sich selbst vor dem Panorama des Meeres, des Waldes, der Bucht und der weiten Dünen-Wüste. Dann folgt ein kleiner Blick rund um die Düne, welche Motive sich sonst noch so eignen können. Fallschirm-Gleiter und vielleicht die spielenden Kinder? Oder ist das rechtlich nicht in Ordnung? Scheiße nur, dass so viele Menschen dort auf dem vordersten Teil der Düne stehen. Die sind alle im Weg. Außerdem eine mittlere Brise, die Sand in die Linse wehen könnte. Dann gilt die Drei-Jahres-Garantie des Canon Ixus nämlich nicht mehr und man muss wahrscheinlich sogar Geld zahlen, wenn man ihn trotz Sandschäden einschickt - für die Feststellung der ungültigen Schadensursache. Also schnell noch ein paar Fotos und wieder runter. Die Fotos werden dann ins StudiVZ, auf Flickr oder in ein Web.de Fotoalbum hochgelanden und alle Welt kann die Fotos sehen, die alle Welt täglich hochlädt. Und kaum jemand hat den Sand zwischen seinen Zehen gespürt.</p>]]></content:encoded>
			<category>Kurz-News</category>
			
			<author>michael@digitallifedesign.net</author>
			<pubDate>Fri, 08 Jun 2007 12:33:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Marken Transparenz umgezogen</title>
			<link>http://www.digitallifedesign.net/news/news/article//wwwmarken-transparenzorg/</link>
			<description>Das am Samstag entstandene Online-Projekt Marken Transparenz ist nun auf eine eigene TopLevelDomain...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Das Projekt zur Schaffung von mehr Transparenz in der Markenwelt bedient sich übrigens der GPL lizenzierten Mediawiki-Technologie. Branding aus Verbraucherperspektive. Welcher Konzern verkauft was unter welchem Namen?</p>]]></content:encoded>
			<category>Kurz-News</category>
			
			<author>michael@digitallifedesign.net</author>
			<pubDate>Wed, 16 May 2007 12:37:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Verbraucherschutz für alle von allen</title>
			<link>http://www.digitallifedesign.net/news/news/article//verbrauchers/</link>
			<description>Wer weiß schon, dass Bertoli, Du darfst und Lätte alles vom gleichen Konzern Unilever sind? Saubere...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Auf diesem Server unter <a href="http://marken.digitallifedesign.net" target="_blank" >http://marken.digitallifedesign.net</a> kann jeder mitmachen, mehr Durchblick zu schaffen. Oft kann es interessant sein zu wissen, wer hinter welchem Namen steckt. Das Pilotprojekt versucht in den nächsten Monaten, eine möglichst großen Datenbestand aufzubauen.</p>
<p class="bodytext"><strong>Verbraucher aller Länder, vereinigt Euch! ;-)<br /></strong></p>]]></content:encoded>
			<category>Kurz-News</category>
			
			<author>michael@digitallifedesign.net</author>
			<pubDate>Sat, 12 May 2007 19:11:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Raubkopierer aus den eigenen Reihen?</title>
			<link>http://www.digitallifedesign.net/news/news/article//raubkopierer/</link>
			<description>Der Spiegel schreibt, dass viele Filme bereits vor dem offiziellen Kino-Termin als illegale...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Geschimpft wird hingegen auf die bösen Internetnutzer und Raubkopierer in aller Welt. Fazit: Unser verstaubtes Copyright und Internet vertragen sich keineswegs.</p>
<p class="bodytext">Dürrenmatts Gedanke aus &quot;Die Physiker&quot;, dass &quot;was einmal gedacht wurde [... ] nicht mehr zurückgenommen werden [kann]&quot;, muss noch erweitert werden: Was einmal digitalisiert ist, kann nicht mehr geschützt werden. Hacker beweisen das seit über 15 Jahren. Eigentlich fing das Raubkopieren schon mit dem Tonband an, doch einerseits war die Anschaffung teuer und andererseits die Qualität der Kopien wesentlich schlechter. Seit dem Zeitpunkt, wo das Erstellen einer Kopie schneller möglich ist als die Dauer des Werkes, wimmert es nur so vor illegalen Kopien. Seit mp3 und mpeg kann alles nahezu in Originalqualität kopiert werden - vorausgesetzt der Straftäter kennt sich mit den Formaten aus.</p>
<p class="bodytext">Dass die Filmemacher damit nicht einverstanden sind, ist klar. Doch das Problem wird wohl kaum durch verbesserte Kopierschutzmechanismen und Droh-Vorfilme mit singenden Kindern vorm Knast des wegen Raubkopieren verknackten Vaters gelöst werden können. Stattdessen muss nach Wegen gesucht werden, wie den Nutzern der Zugang nicht unnötig erschwert wird und dabei den Autoren die nötige (finanzielle) Anerkennung zukommt. Wie das konkret aussieht, weiß noch keiner. Der Marktmechanismus jedenfalls versagt mal wieder.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Kurz-News</category>
			
			<author>michael@digitallifedesign.net</author>
			<pubDate>Mon, 07 May 2007 18:22:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>JIM-Studie 2006: in Zukunft Internet Sozialisation?</title>
			<link>http://www.digitallifedesign.net/news/news/article//jim-studie-2/</link>
			<description>Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs) schreibt: &quot;Am 1. Dezember 2006 wurde die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs) schreibt: &quot;Am 1. Dezember 2006 wurde die JIM-Studie 2006 veröffentlicht. Danach nehmen Computer im Leben junger Menschen einen immer breiteren Raum ein. Müssten sich Jugendliche für ein Medium entscheiden, würden 26 Prozent den Computer und jeweils 19 Prozent Fernseher und Internet wählen. Obwohl der Fernseher noch immer das am meisten genutzte Medium ist, wird er in der persönlichen Wichtigkeit der Jugendlichen erstmals durch den Computer vom Spitzenplatz verdrängt.&quot;</p>
<p class="bodytext">Download der Studie unter <a href="http://www.mpfs.de" target="_blank" >www.mpfs.de</a></p>]]></content:encoded>
			<category>Sociologic</category>
			
			<author>michael@digitallifedesign.net</author>
			<pubDate>Sun, 06 May 2007 16:10:04 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Bauernhof-Romantik: Was die Medien nicht zeigen, ist nicht passiert.</title>
			<link>http://www.digitallifedesign.net/news/news/article//bauernhof-ro/</link>
			<description>Wie weit beeinflussen die Medien unsere Vorstellungen über die Welt? Bestimmte Phänomene sind uns...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Zwei extreme Einstellungen dienen der Verdeutlichung:</p>
<h3>&quot;Die Milch wird vorsichtig aus der Kuh gestreichelt.&quot;</h3>
<p class="bodytext">Das Bild auf der Packung suggeriert es, und die eigene Vorstellung will es so: Das Verhältnis des Bauern zu seinen Kühen ist ebenso persönlich wie meines zu meiner 1300 Euro teuren Angorakatze. Er hat nichts besseres zu tun als darauf zu warten, dass sie freiwillig ihre Milch in den Holzeimer lässt. Dabei streichelt er ihr den Rücken. </p>
<p class="bodytext">Der Wald ist der Ort in dem sich die Amazonen in knappen Tigerfell-Röckchen von Baum zu Baum schwingen. Schlimmstenfalls gibt es einen bösen Konzernchef, der die Bäume abholzt um seine Fabrik dorthin zu bauen, doch das haben die Amazonen schon im Griff.</p>
<h3>&quot;Die Kuh mag nicht gemolken werden.&quot;</h3>
<p class="bodytext">Die Gegenposition ist die der Soja-Fetschisten: Alles, was vom Tier ist, ist mit Schmerzen des Tieres verbunden, das Betreten des Waldes macht ihn kaputt, und unsere Luft wird durch Fürze derart verschmutzt, dass wir besser keine Kinder kriegen sollten ohne die Verschmutzung in Sojakonsum wieder gut zu machen. </p>
<p class="bodytext">Bei dieser emotionalen Vorstellung wird systematisch verdrängt, der Bauer keine EU-Subventionen für den liebevollen Umgang mit Tieren erhält, unsere Sojabohnen größtenteils als Monokultur auf ehemals bewaldetem Amazonas-Gebiet gewachsen ist, und wir täglich unser Einzelkind vom Gymnasium mit dem 12,7-Liter-Geländewagen abholen.</p>
<h2>Denotation und Konnotation</h2>
<p class="bodytext">Dieses Phänomen lässt sich am besten mit den Begriffen Denotation und Konotation erklären. </p>
<p class="bodytext"><strong>Denotation</strong> ist eine Vorstellung von Dingen, die durch Wissen geprägt ist. Dieses Wissen wird in der Sozialisation und durch Bildung und Erfahrung erworben. Imm Falle des Bauernhofes haben wir uns mit mehreren Landwirten&nbsp; bzw. Lebensmittelproduzenten direkt über ihren Beruf und die Probleme der Produktion unterhalten oder haben selbst irgendwie Erfahrungen gesammelt. </p>
<p class="bodytext">Bei der <strong>Konnotation</strong> überwiegt eine wage, oft emotional geprägte Vorstellung über das Wissen. Wir denken wir wüssten etwas über Nahrungsmittelproduktion, während unser Bild jedoch durch Medien- und Werbungsindustrie entstanden ist.</p>
<p class="bodytext"><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Sociologic</category>
			
			<author>michael@digitallifedesign.net</author>
			<pubDate>Sun, 06 May 2007 16:07:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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